
Rund um den Säntis – Appenzellerland
Von Wiggensbach führen Sabine und Jost diese Tour rund um den Säntis.
Vorarlberg
Strecken-Achsen, Bikertreffs, Tankstellen und fertige Tagesrunden – alles zum Fahren.
Von der Redaktion gefahren und dokumentiert – mit Karte und GPX-Track zum Nachfahren.

Von Wiggensbach führen Sabine und Jost diese Tour rund um den Säntis.

Durch die Lechtaler Alpen geht es auf dieser Etappe unserer Tirol-Touren.

Wer ganz im Westen Tirols auf Pässejagd geht, sollte nicht immer nur die schnellsten Verbindungsstraßen zwischen den genialen Alpenstraßen nutzen, sondern auch mal schauen, was es daneben sonst noch so gibt. Wir haben uns jedenfalls mal…

Da wo Allgäu, Bodenseegebiet und der Arlberg als Österrreichs wilder Westen aufeinander treffen, finden sich für Motorradfans wunderbare Kurven inmitten einer unübertroffen schönen Szenerie. Schon deshalb lohnt es auch, dort gleich einen…

Im Allgäu fangen – zumindest von Norden her gesehen – die Alpen an. Gerade für Zweiradfans aus der Mitte oder dem Süden Deutschlands lässt sich dieser herrliche Landstrich mit seinen tollen Motorradstrecken schnell erreichen. Außerdem…

Wo bergiges Allgäu, liebliches Bodenseegebiet und der imposante Arlberg als Österreichs wilder Westen aufeinander treffen, finden sich für Motorradfans mehr als reichlich sportliche Kurven in einer einfach nur wundervollen Landschaft.
Die eigentliche Strecken-Besonderheit rund um Damüls ist nicht ein einzelnes Joch, sondern ihre Anordnung. Von diesem Dorf im südlichen Bregenzerwald zweigen zwei Pässe in unterschiedliche Täler ab — das Faschinajoch nach Süden ins Große Walsertal, das Furkajoch nach Westen ins Laternsertal. Damüls wird damit zur Drehscheibe: Man fährt über das eine Joch hinaus und über das andere wieder herauf und schließt so eine kompakte Acht, ohne einen Meter doppelt zu fahren. In einem Land, dessen Haupttäler meist als Sackgassen enden, ist diese Verschleifbarkeit zweier Übergänge die Ausnahme.

Der Reiz liegt im Kontrast der beiden Rampen. Das Faschinajoch ist die breitere, offener geführte Verbindung — flüssiges Schwingen, gutes Tempo, der schnelle Weg ins Große Walsertal. Das Furkajoch daneben ist enger und steiler, ausgesprochene Kurvenarbeit statt langer Bögen. Als Merksatz für die Reihenfolge: über das gemütlichere Faschinajoch hinein, über das anspruchsvollere Furkajoch heraus — oder umgekehrt, je nach Tageslaune. Wer den Kopf erst frei fahren will, nimmt zuerst die weiten Linien.
Nutzwert: Die Runde ist ein Baustein, kein Selbstzweck. Das Große Walsertal führt ruhig und wenig befahren hinunter in den Walgau und stellt dort den Anschluss an die Zubringer nach Klostertal und Montafon her. So lässt sich die Damüls-Acht sauber vor oder hinter eine Arlberg- oder Montafon-Etappe hängen — die kurvigste halbe Stunde des Tages, mitten im Streckennetz statt als Stichfahrt ins Nichts. Zu bedenken bleibt nur die Höhe der beiden Jöcher: Im Frühjahr geben sie die Saison spät frei, das Furkajoch mit seiner Wintersperre in der Regel als letztes.
Wer aus dem Rheintal oder vom Bodensee kommt und in den Bregenzerwald will, hat zwei Wege: die flache Hauptroute über Alberschwende und Egg — oder die kurze, kurvige Bödele-Höhenstraße direkt über Dornbirn. Die zweite ist der reizvollere Einstieg. In wenigen Kilometern steigt sie vom Talboden auf die erste Höhenstufe des Bregenzerwaldes, mit weitem Blick zurück über Dornbirn, das Rheintal und den Bodensee, und fällt auf der Rückseite nach Schwarzenberg ab. Als Auftakt einer Bregenzerwald-Runde ersetzt sie den unspektakulären Talanstieg durch echte Kurven und Aussicht — und lässt sich mit der Hauptroute zu einer sauberen Schleife verbinden, hinauf über das Bödele, zurück über Alberschwende.
Der Haken ist die Beliebtheit. Oben liegen ein kleines Ski- und Ausflugsgebiet und Dornbirns Hausberg-Terrain, entsprechend voll ist die Straße an schönen Wochenenden — Ausflugsverkehr, Radfahrer, Fußgänger an den Aussichtspunkten. Früh am Morgen oder unter der Woche fährt sich die Rampe deutlich freier. Ihr zweiter Vorzug ist der Termin: Die Strecke hat keine Wintersperre und bleibt mit ihrer moderaten Höhe befahrbar, wenn die hohen Jöcher im Frühjahr noch zu sind — ein guter Warmfahr-Kilometer, solange Silvretta, Furka- und Hochtannbergpass die Saison noch nicht freigegeben haben.
Das Kleinwalsertal ist der kurioseste Sonderfall im Vorarlberger Straßennetz. Politisch gehört das Hochtal zu Österreich, eine Straßenverbindung ins übrige Vorarlberg hat es aber nicht: Die einzige Zufahrt kommt aus dem bayerischen Oberstdorf und führt durch die enge Klamm der Walserschanze ins Tal — dieselbe Engstelle, an der früher der Zoll saß. Historisch war das Kleinwalsertal als Zollanschlussgebiet eng an Deutschland gebunden und ist wirtschaftlich bis heute nach Norden ausgerichtet. Bezahlt wird auf beiden Seiten in Euro, der Grenzübertritt ist im Sattel nicht mehr zu spüren.
Eine Maut kostet die Einfahrt nicht — die Talstraße ist frei befahrbar. Die eigentliche Eigenheit ist der Sackgassen-Charakter: Von Riezlern zieht die Straße über Hirschegg und Mittelberg sanft am Lauf der Breitach aufwärts bis Baad und endet dort. Kein Übergang, keine Passhöhe, kein Anschluss zurück nach Vorarlberg. Wer hineinfährt, kommt auf demselben Weg wieder heraus.
Nutzwert: Das Kleinwalsertal ist kein Durchfahr-, sondern ein Stichfahrt-Revier. Als ruhiger Hochtal-Abstecher aus dem Allgäu heraus lohnt es sich, in eine Vorarlberg-Runde über Arlberg und Bregenzerwald passt es aber nicht als Verbindungsstück — es liegt am deutschen Rand und bleibt ein eigener Ausflug mit Hin- und Rückweg. Am sinnvollsten fährt man es von einem Standquartier im Allgäu an, nicht als Etappe einer Vorarlberg-Durchquerung. Die Straße bleibt ganzjährig offen, im Winter tragen allerdings die Skiorte kräftig Verkehr auf.
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