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Vorarlberg

Alpenpässe in Vorarlberg

Die höchsten und schönsten Pässe der Region – mit Höhe, Streckenlänge und Maut-Hinweisen.

Silvretta-Hochalpenstraße

Die höchste Auffahrt in Vorarlberg

Silvretta-Hochalpenstraße

2032 m 25,4 km mautpflichtig

Die Silvretta-Hochalpenstraße zählt zwar zu den bekanntesten Alpenstraßen Österreichs, fahrerisch überzeugt sie aber nicht auf ganzer Länge. Die Ostrampe zieht sich eher zäh durch das Paznauntal und bietet nur wenig von dem, was man sich von einer echten Passstraße mit großem Namen erhofft.

Leser-Schnitt 3,8 von 5

Maut & Vignette: In Österreich gilt auf Autobahnen und Schnellstraßen Vignettenpflicht – einzelne Alpenstraßen (z. B. Großglockner-Hochalpenstraße, Timmelsjoch) sind zusätzlich mautpflichtig mit eigener Streckenmaut.

Alpenpässe in Vorarlberg

Furkajoch
Alpenpass

Furkajoch

1761 m 37 km

Die teils recht schmale Straße über das Furkajoch dürfte sicher sicher die wichtigste und landschaftlich reizvollste Verbindungstrecke durch den Bregenzer Wald sein. Von Rankweil aus windet sich das Teerband kurvenreich ins Gemeindegebiet von Zwischenwasser.

Leser-Schnitt 3,7 von 5

Hochtannbergpass
Alpenpass

Hochtannbergpass

1676 m 20 km

Diese teils sehr breit ausgebaute Straße windet sich in weiten Kehren von Schoppernau aus hinauf nach Warth und folgt von da aus dem Verlauf des Lechs hinunter nach Steeg. Die Passhöhe präsentiert sich allerdings anders als die Westrampe wenig spektakulär.

Leser-Schnitt 3,5 von 5

Arlbergpass
Alpenpass

Arlbergpass

1793 m 21 km

Die Trassenführung der landschaftlich sehr ansprechenden und wintersicheren Scheitelstrecke stammt im wesentlichen schon aus dem Jahr 1825. Heute wird die Strecke durch den mautpflichtigen und 14 Kilometer langen Arlbergtunnel entlastet, was für nicht gar so viel Verkehr am Pass selbst sorgt.

Leser-Schnitt 3,4 von 5

Flexenpass
Alpenpass

Flexenpass

1773 m 5 km

Die 1895 äußerst kühn erbaute Flexenstraße führt durch eine senkrechte Felswand und stellt die einzige wintersichere Straßenanbindung für die Skiorte Lech und Zürs dar. Besonders charakteristisch sind die mit Holz ausgebauten Galerien, in denen es entsprechend modrig riecht. Kurzum, eine Straße der Extraklasse.

Leser-Schnitt 3,2 von 5

Faschinajoch
Alpenpass

Faschinajoch

1486 m 30 km

Die Straße über das Faschinajoch wurde aufwendig als wintersichere Verbindung zwischen Bludenz und Schoppernau ausgebaut. Die Strecke selbst ist dennoch höchst interessant und vermittelt gerade für sportlich ambitionierte Alpenfahrer viel Fahrspaß.

Leser-Schnitt 3,5 von 5

FormarinjochMaut
Alpenpass

Formarinjoch

1871 m 12,5 km

Das Formarinjoch (die Strecke beginnt wie jene zum Spullersee in Lech) ist nur ein anfahrbarer Hochpunkt inmitten der Lechtaler Alpen. Für diese Strecke wird zudem Maut (gilt für Formarinjoch und Spullersee) kassiert und während der Sommerzeit ist sie obendrein wegen Viehhaltung täglich von 9.00 – 16.30 Uhr gesperrt.

Leser-Schnitt 2,8 von 5

SpullerseeMaut
Alpenpass

Spullersee

1840 m 13,5 km

Ab der Wintersportstation Lech führt ein geteerter, teils einspuriger Fahrweg am Lech entlang bergan und zwar bis zum Spullersee. Diese Strecke ist genau wie die zum Formarinjoch mautpflichtig und während der Sommerzeit ist sie wegen Viehhaltung täglich von 9.00 – 16.30 Uhr gesperrt.

Leser-Schnitt 2,8 von 5

Brandner Tal
Talstraße

Brandner Tal

1565 m 20 km

Die landschaftlich reizvolle Strecke durch das Brandner Tal beginnt gleich in Bludenz auf 580 Meter Seehöhe, gewinnt aber schnell an Höhe. Außerdem kann man hinter Bürs auch noch alternativ die Bergstrecke zum Bludenzer Haus (mautpflichtig) befahren. Die Brandner Straße dagegen ist allerdings komplett mautfrei.

Leser-Schnitt 3 von 5

Alle Alpenpässe in Vorarlberg mit Höhenprofil, Bewertungen & GPX-Routen im Pässe-Portal von Motorrad & Reisen.Alpenpässe in Vorarlberg mit GPX

Bödele-Höhenstraße: der Panorama-Einstieg aus dem Rheintal

Motorräder in einer Kurve vor weitem Bergpanorama
Kurve mit Bergpanorama

Wer aus dem Rheintal oder vom Bodensee kommt und in den Bregenzerwald will, hat zwei Wege: die flache Hauptroute über Alberschwende und Egg — oder die kurze, kurvige Bödele-Höhenstraße direkt über Dornbirn. Die zweite ist der reizvollere Einstieg. In wenigen Kilometern steigt sie vom Talboden auf die erste Höhenstufe des Bregenzerwaldes, mit weitem Blick zurück über Dornbirn, das Rheintal und den Bodensee, und fällt auf der Rückseite nach Schwarzenberg ab. Als Auftakt einer Bregenzerwald-Runde ersetzt sie den unspektakulären Talanstieg durch echte Kurven und Aussicht — und lässt sich mit der Hauptroute zu einer sauberen Schleife verbinden, hinauf über das Bödele, zurück über Alberschwende.

Der Haken ist die Beliebtheit. Oben liegen ein kleines Ski- und Ausflugsgebiet und Dornbirns Hausberg-Terrain, entsprechend voll ist die Straße an schönen Wochenenden — Ausflugsverkehr, Radfahrer, Fußgänger an den Aussichtspunkten. Früh am Morgen oder unter der Woche fährt sich die Rampe deutlich freier. Ihr zweiter Vorzug ist der Termin: Die Strecke hat keine Wintersperre und bleibt mit ihrer moderaten Höhe befahrbar, wenn die hohen Jöcher im Frühjahr noch zu sind — ein guter Warmfahr-Kilometer, solange Silvretta, Furka- und Hochtannbergpass die Saison noch nicht freigegeben haben.

Kehrenpakete auf der Silvretta-Mautstraße

Die Silvretta-Hochalpenstraße ist keine gewöhnliche Landesstraße, sondern eine private Mautstraße mit eigener Betreibergesellschaft; bezahlt wird an der Mautstelle vor der Auffahrt. Betriebszeiten, Sperrungen und Auflagen setzt deshalb der Betreiber und nicht die Straßenverwaltung – die seit 2024 gesperrte Vorarlberger Rampe ist genau so ein Fall. Was am Kassenhäuschen und an den Schrankenanlagen angeschlagen ist, gilt; Kartenmaterial und Navigationsgeräte bilden diesen Zustand nicht ab.

Motorrad auf der Arlbergpassstraße vor grüner Bergflanke
Auf der Straße über den Arlbergpass (1.793 m)

Fahrerisch besteht die Strecke aus dicht gestaffelten Kehrenpaketen: mehrere Spitzkehren übereinander, dazwischen kurze Zwischenstücke, die kaum für den dritten Gang reichen. Wer hier am Tempo arbeitet, bremst die eigene Beschleunigung sofort wieder weg. Sinnvoller ist ein gleichmäßiger Rhythmus im zweiten Gang, früh eingeleitet, mit Blick auf den Kehrenausgang statt auf die Leitplanke. Die Kehreninnenseiten sind spürbar steiler als der Rest der Fahrbahn – ein zu eng gezogener Bogen kostet Zug und zwingt zum Nachschalten mitten in der Kurve.

Oben liegt der Stausee in einem offenen Hochtalkessel. Hier ist der Verkehr anders geartet als auf der Rampe: Reisebusse, parkende Pkw, Ausflügler, die zwischen Parkplatz und Staumauer über die Fahrbahn gehen. Der Höhenunterschied zum Talboden macht sich in der Kleidung bemerkbar, auch an Hochsommertagen – wer in Sommerhandschuhen und offener Jacke startet, sollte oben etwas nachzulegen haben. Nach nächtlichem Regen bleiben die Fahrbahnränder in den nordseitigen Kehren lange feucht, weil die Sonne dort erst spät hinkommt.

Auskünfte aus erster Hand

Öffnungszeiten, Wintersperre und Mautpreise stehen beim Betreiber der Straße.

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